Steinbachtal

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Das Zollhaus Steinbachtal

Administrativ wird der Stadtbezirk Steinbachtal eingegrenzt durch den Main, die Leistenstraße und die B19. Er beinhaltet also - zusätzlich zum Steinbachtal im engeren Sinne - den Dallenberg und Nikolausberg, sowie einen Großteil des Würzburger Stadtwaldes. Das Steinbachtal ist zugleich flächenmäßig der größte Würzburger Stadtbezirk mit der niedrigsten Bevölkerungsdichte.

Geographie[Bearbeiten]

Lage des Stadtbezirks Steinbachtal in Würzburg

Das Steinbachtal ist geographisch ein Seitental des Mains. Es zweigt südlich der Würzburger Altstadt linksmainisch in Richtung Guttenberger Forst ab. Nördlich davon erhebt sich der Nikolausberg, südlich der Dallenberg. Das Wohngebiet Steinbachtal erstreckt sich nördlich des Steinbachs, sowohl im Tal als auch am Hang des Nikolausbergs und am Roßberg (hinteres Steinbachtal).

Im Norden grenzen die Stadtbezirke Zellerau und Altstadt an, im Osten die Sanderau und Heidingsfeld und im Süden der Heuchelhof. Außerdem schließen im Westen die Gemeinden Höchberg und Reichenberg an sowie der Guttenberger Forst an. Insgesamt hat der Stadtbezirk eine Fläche von 14,77 Quadratkilometer und ist somit flächenmäßig der größte Würzburger Stadtbezirk. [1] Innerhalb des Stadtbezirks befindet sich auf der Frankenwarte der mit 360 Metern über NN höchste Punkt Würzburgs.

Das Gebiet südlich des Steinbachs befindet sich auf Heidingsfelder Gemarkung. Der westliche Ausläufer im hinteren Steinbachtal (etwa ab dem Guggelesgraben) war vor 1978 Teil der Gemeinde Höchberg. Vor der Ausweisung des Steinbachtals als eigener Stadtbezirk zählte die Bebauung an den Hängen des Nikolausbergs zum Bezirk „Burkard“ (Mainviertel).

Bevölkerung[Bearbeiten]

Mit 4.737 Einwohnern (Stand: 31.12.2015) ist das Steinbachtal in dieser Hinsicht der zweitkleinste Stadtbezirk Würzburgs. [2] Aufgrund seiner Größe hat er mit 304 Einwohnern pro Quadratkilometer die niedrigste Bevölkerungsdichte. Zwischen 1999 und 2008 wuchs die Einwohnerzahl um über 400 Personen an. [3]

Geschichte[Bearbeiten]

  • Die Parkanlage im Steinbachtal wurde ab 1895 durch den Verschönerungsverein Würzburg nach Plänen des Landschaftsgärtners Carl Oschmann errichtet.
  • 1901 eröffnete der Volksgarten umgeben von Wald und Wiesen.
  • Ab 1902 verkehrt die Straßenbahn durch das Steinbachtal bis zum Waldhaus.
  • 1910 wird das Wohngebiet Steinbachtal erstmals im Adressbuch der Stadt Würzburg genannt.
  • 1917 eröffnete mit der Resi das erste Lebensmittelgeschäft im Stadtbezirk.
  • Im Jahr 1930 wurde das Gebiet südlich des Steinbachs als Teil der Stadt Heidingsfeld nach Würzburg eingemeindet. Die Straßenbahn bog ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zum Waldhaus ab, sondern fuhr gerade weiter weiter bis ins Zentrum Heidingsfelds.
  • Von 1958 bis 2013 hatten die Kneipp-Werke ihren Sitz im Steinbachtal.
  • Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde 1978 im hinteren Steinbachtal die Roßbergsiedlung mit dem umliegenden Gebiet (insgesamt 154 ha) zur Schaffung eines zusammenhängenden Erschließungsgebietes von Höchberg nach Würzburg umgemeindet.
  • 1986 wurde die Bürgerinitiative Rettet das Steinbachtal e.V. gegründet, aus der zwei Jahre später der gleichnamige Bürgerverein entstand. Grundgedanke des Vereins war es, die natürliche Vielfalt des Steinbachtals als Frischluftschneise und insbesondere des naturbelassenen Müllerrain einschließlich des Naturdenkmales Guggelesgraben für nachfolgende Generationen zu erhalten und vor Bebauung zu schützen. Bis heute macht sich der Verein gegen die bauliche Verdichtung und Neuerschließungen im Steinbachtal stark. 2013 feierte der Verein sein 25-jähriges Bestehen und nahm das 100. Mitglied auf.
Ehemaliger Biergarten Volksgarten

Verkehr[Bearbeiten]

Am Main entlang verläuft die Mergentheimer Straße als wichtige Nord-Süd-Verbindung durch das östliche Steinbachtal. Die nördlichste Straße Richtung Osten ist die Leistenstraße, welche die Grenze zur Zellerau und Altstadt darstellt. In das mittlere Steinbachtal führen das Steinbachtal und der Waldkugelweg. Entlang der südlichen Grenze verläuft die B19.

ÖPNV[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Aussichtsturm Frankenwarte

Einrichtungen[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Sportvereine[Bearbeiten]

Dallenbergstadion

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Talgemeinde Steinbachtal: Steinbachtal - 100 Jahre Geschichte 1890-1990. Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg, 2014. ISBN 978-3-8260-5598-0

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Informationen der Stadt Würzburg, FA Tiefbau
  2. Information der Statistikstelle Stadt Würzburg
  3. Main-Post: „Steinbachtal: Wohn- und Naherholungsgebiet“ (12. Juni 2012)

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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