Kongregation Mariannhiller Missionare

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Die Kongregation Mariannhiller Missionare (CMM) ist eine katholische männliche Ordensgemeinschaft in der Tradition der Trappisten, die in Südafrika gegründet wurde.

Geschichte der Kongregation[Bearbeiten]

Die Missionare von Mariannhill haben ihren Ursprung im Trappistenkloster, das von Prior Franz Pfanner in Südafrika am 27. Dezember 1882 gegründet wurde. 1885 wurde er der erste Abt von Mariannhill. Mit dem Dekret vom 2. Februar 1909 trennte der Apostolische Stuhl das Kloster vom Trappistenorden und ebnete so den Weg für die Umwandlung Mariannhills in eine neue und unabhängige missionarische Gemeinschaft: die Kongregation der Missionare von Mariannhill. Dieser Prozess war offiziell am 21. März 1936 abgeschlossen. Der Ort der Gründung, Mariannhill in Südafrika, ist und bleibt Zentrum und Heimat der Kongregation.

Die Kongregation in Deutschland[Bearbeiten]

Logo der Mariannhiller Missionare (Quelle: www.mariannhill.de)

Durch das Aufblühen ihrer Kongregation Anfang des 20. Jahrhunderts stellte sich für die Mariannhiller Missionare schnell die Frage nach einem Missionspriesterseminar. Würzburg lag für die übrigen deutschen Häuser der Mariannhiller sehr günstig. Auf der Strecke Würzburg - Köln - Kleve oder Venlo waren das Studienseminar Aloysianum Lohr am Main, Vertretung Köln und Noviziat St. Paul mit besten Zugverbindungen verhältnismäßig einfach zu erreichen, ebenfalls St. Joseph, Reimlingen an der Strecke Würzburg - Ansbach - Nördlingen. Das Brüderausbildungshaus für weltliche Kongregationsangehörige und Ökonomiegut St. Benedikt liegt 22 km nördlich von Würzburg. Kandidaten aus dem Süden und Norden Deutschlands fanden in Würzburg den besten Treffpunkt. Dazu gaben vor allem die vorzüglichen Ausbildungsgelegenheiten an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und die verhältnismäßig ruhige Lage der Stadt mit ihrer Missionstradition des heiligen Kilian und seiner Gefährten den bestimmenden Ausschlag. Die Verhandlungen der Missionsgesellschaft mit der Stadt und den kompetenten Persönlichkeiten wegen des Geländeankaufs führten 1927 [1] zu einem beide Teile befriedigenden Ergebnis.

Aufgaben und Bereiche[Bearbeiten]

Piusseminar[Bearbeiten]

Das Piusseminar ist das Ausbildungsseminar und Noviziat für angehende deutsche Missionare.

Provinzialat der Missionare von Mariannhill[Bearbeiten]

Das Kloster in Würzburg beheimatet die Hauptverwaltung der deutschen Provinz einschließlich eines Provinzials als Leiter der deutschsprachigen Missionare.

Missionsprokura[Bearbeiten]

In Würzburg befindet sich auch die Missionsprokura, die Verwaltung der Projekte in der Dritten Welt und Akquise und zentrale Sammelstelle der Spenden und Zuwendungen aus Deutschland. Zur Dokumentation und Publizierung der Missionstätigkeit befindet sich im Kirchturm ein Missionsmuseum. Schwerpunktregionen der Missionstätigkeit sind Kenia, Papua-Neuguinea und Südafrika.

Missionsärztliches Institut[Bearbeiten]

Das Kloster unterstützt personell und seelsorgerisch die Missionsärztliche Klinik in unmittelbarer Nachbarschaft durch Pater Barnabas Stephan CMM.

Pfarreiseelsorge[Bearbeiten]

Bis zur Bildung der Pfarreiengemeinschaft im Frauenland im Jahr 2010 betreute die Kongregation die Pfarrei St. Barbara, zuletzt durch Pater Hermann Kraus CMM. Gerne helfen die Patres als Aushilfsseelsorger im Stadtgebiet aus.

Provinziale[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heribert Brander: Nicht vorstellbar ohne die Kirche und ihre Wirken. Würzburg und die katholische Kirche - Bestandsaufnahme mit dem Blick auf das Jahr 2000. In: 15 Jahrhunderte Würzburg. Hrsg. von Heinz Otremba, Echter-Verlag, Würzburg 1979, S. 208-230; S. 225 („1927 begannen die Mariannhiller Missionare in Würzburg ihr ausgedehntes Missionszentrum Mariannhill auf der östlichen Höhe der Stadt aufzubauen“)