Eibelstadt

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Eibelstadt
Ortstyp Stadt
Verwaltungsgemeinschaft Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen
Höhe 180 m ü. NN
Fläche 7,06 km²
Einwohner 2.803
Bevölkerungsdichte 396 Ew./km²
Gemeindekennzahl 09 6 79 124
Anschrift Rathausplatz 2,
97246 Eibelstadt
Telefon 09303-9061-0
Telefax 09303-8483
E-Mail info@eibelstadt.de
Webseite www.eibelstadt.de
1. Bürgermeister Markus Schenk
Wappen
Wappen Eibelstadt.png
Blick von den Weinbergen auf Eibelstadt
Marktplatz mit historischem Rathaus, Mariensäule und katholischer Pfarrkirche St. Nikolaus
Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus
Heimatmuseum der Stadt Eibelstadt
Kriegerdenkmal

Eibelstadt ist eine Kleinstadt im Landkreis Würzburg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt im Regierungsbezirk Unterfranken. Flächenmäßig ist Eibelstadt mit 7,06 km² die kleinste Stadt im Freistaat Bayern.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Stadt Eibelstadt liegt im Maindreieck an der rechten Flussseite zwischen den Städten Würzburg und Ochsenfurt an der Bundesstraße 13.

Stadtteile[Bearbeiten]

Neben dem eigentlichen Altort gibt es den Stadtteil Mainmühle.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gründung Eibelstadts geht zurück auf die Zeit Karls des Großen anno 787. Das ehemalige Reichslehen Eibelstadt gehörte seit 1096 zum Hochstift Würzburg. 1266 beginnt die Grundherrschaft der Dompropstei. Die Herrschaft über Eibelstadt war bis zum Ende des alten Reichs 1802 zwischen der Würzburger Dompropstei und dem Würzburger Domkapitel geteilt. Im Jahr 1434 wurde durch Kaiser Sigismund dem Ort Eibelstadt das Stadtrecht verliehen, nachdem Eibelstadter Bürger ihn erfolgreich im Krieg gegen die Hussiten unterstützt hatten. Der ehemalige Keller des Domkapitels des Hochstifts Würzburg wurde, nach der Säkularisation zugunsten Bayerns, 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an das Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Politik[Bearbeiten]

Ab der Legisiaturperiode 2014 hat Eibelstadt aufgrund der gestiegenen Bevölkerungszahl erstmals einen hauptamtlichen Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten]

„In Gold ein halber, golden gekrönter und rot bewehrter schwarzer Löwe, der eine rund gebogene, nach links offene grüne Weinrebe mit Blättern und einer blauen Traube in den Pranken hält“.

Wappendeutung[Bearbeiten]

Die Weinrebe im Wappen steht für den Weinbau, der bis heute den Haupterwerbszweig der Einwohner bildet. Das Stadtwappen ist das älteste in Bayern mit der Darstellung eines Weinmotivs. Der Löwe geht auf den böhmischen Löwen zurück, weil Kaiser Sigismund aus Böhmen stammt. Die Farben waren lange Zeit unsicher. Noch in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde in Silber ein rot gekrönter und rot bewehrter halber schwarzer Löwe innerhalb einer rund gebogenen, nach rechts geöffneten, grünen Weinrebe mit zwei goldenen Trauben, dargestellt (Hupp). Das jetzt gültige Wappen wurde am 7. August 1987 festgelegt. Die Farben Eibelstadts sind die alten Kaiserfarben Schwarz und Gold.

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bücherei[Bearbeiten]

Archive[Bearbeiten]

Museum[Bearbeiten]

Architektonisches[Bearbeiten]

  • Vollständig erhaltene Stadtmauer mit 14 Türmen, unter anderem mit dem Maintor und dem Kere-Turm aus dem Jahr 1573.
  • Mariensäule auf dem Marktplatz
  • Heumarkt mit Sebastianistatue von Johann Peter Wagner (1773)
  • Barockes Amtshaus des Würzburger Domkapitels. Den großen Ratssaal und die Amtsstube zieren eine Stuckdecke aus der Erbauungszeit. Das Wein- und Steuerglöcklein aus dem 14. Jahrhundert im Dachtürmchen erinnert noch heute an die alte Form der Steuereinhebung. Das barocke Amtshaus wurde in den Jahren 1706 - 1708 an der Stelle eines gotischen Amtshauses errichtet, das die Stadt Eibelstadt 1451 von der Kirche erworben hatte.
  • Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus: Das Gotteshaus birgt zahlreiche Kostbarkeiten: so eine Kreuzigungsgruppe aus der Werkstatt Tilman Riemenschneiders um 1505 und verschiedene spätgotische Figuren.
  • Den Ort zieren ferner wuchtige und verspielte Repräsentationsbauten vergangener Jahrhunderte, wie der ehemalige Präsenzhof des Würzburger Domstifts, verschiedene Adelshäuser, ehemalige Höfe von Stiften und Klöstern und Reste eines Königshofes aus der Stauferzeit.

Bildstöcke und Freifiguren[Bearbeiten]

  • Bildhäuschen am Würzburger Tor: Es steht an der Würzburger Straße und hat ein Vesperbild als Motiv. Der knapp ein Meter hohe Sockel ist aus Bruchstein gemauert; darauf ist zu lesen: „Gottesmutter präg die Wunden / die dein Sohn für uns empfunden / tief in unsere Herzen ein. / Schmerzhafte Mutter / bitte für uns! / Erneuert Familie Schätzlein / 1987 / 2010“ Das Pietarelief in der offenen Rundbogennische zeigt die Mutter Gottes mit dem vom Kreuz abgenommenen Jesus auf ihrem Schoß. Möglicherweise war das Denkmal früher eine Station bei Bittgängen oder Flurprozessionen. Die Entstehung dürfte um 1850 - 1880 anzusiedeln sein.
  • Bildhäuschen in der Mauer am Kelterring: In der Bruchsteinmauer wurden mehrere Bildstockteile, die sonst an anderen Stellen zu finden waren, zusammengefügt. Der ursprüngliche Standort des Steinsockels war am Theilheimer Weg. Auf ihm ist zu lesen: „S ARCHANGELE / DEFENSA NOS / A MALO“ („Heiliger Engel / beschütze uns / vor dem Bösen.“). In der Nische, die druch ein schmiedeeisernes Türchen verschlossen ist, befindet sich eine jüngere, farbig gefasste Plastik des Heiligen Urban. Im Steinbogen über der Nische steht die Jahreszahl 1720.
  • Bildstock, Reliefaufsatz „Jesus am Ölberg“ in der Wilhelm-Doles-Straße 2: Kopie aus Muschelkalk von 1975 eines Bildstocks aus dem Jahre 1723. Die Inschrift auf dem Sockel lautet: „ANO 1723 ISD TIESE / BILTNVS ZV EHREN DES / AM ÖHLBERG BLVDSCHWIZ / HEYLANDS VON ANDREAS / FESSEL, TAMALS BVRGERMEIST / ER VNT EVA MARGARETA SEIN / ER EHELICHE HAVSFRAV AVFF / GERICHT WORTEN.“ Nach einem Bericht der Main-Post vom 2. Oktober 1975 war der Originalbildstock Straßenarbeiten zum Opfer gefallen. Die Kosten für die Muschelkalkopie übernahm Philipp Dorsch, was in kleinerer Schrift im unteren Teil des Sockels zu lesen ist: „ERNEUERT PHILIPP UND JOHANNA DORSCH 1975“. Unter dem Bildrelief des Heilands, der von einem Engel einen Kelch überreicht bekommt, ist zu lesen: „NICHT MEIN, / SONDERN DEIN WILLE / GESCHEHE LK 22, 42“. An den beiden Seiten des Rundbogenreliefs stehen jeweils eine Halbsäule mit ionisierenden Kapitell mit darüber schwingenden Akanthusvoluten. Außerhalb der Säulen stehen zwei Heiligenfiguren.
  • Kreuzschlepper in der Lindelbacher Straße: Die mit einem Dornenkranz gekrönte Christusfigur aus Sandstein ist ca. einen Meter hoch und steht auf einem Betonsockel. Sie ist leicht nach vorne gebeugt und trägt das Kreuz auf der linken Schulter und dem Rücken. An der Vorderseite eines Muschelkalksockels, auf dem Figur und Kreuz stehen, ist eine Sandsteinkartusche mit der Inschrift: „ Wer sein Creutz nit auff / sich nimmt und folgt mir nach, der / ist meiner nit werth. Matt.10,38“. Die darunter stehenden Buchstaben „J. St. B.“ sind vermutlich die Initialen der Stifter. Der Muschelkalksockel zeigt die Jahreszahl 1749.

Musik[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • An zwei Wochenenden im Sommer das Eibelstädter Weinfest.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Eibelstadt Logo.jpg

Wirtschaft, Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 23, im produzierenden Gewerbe 169 und im Bereich Handel und Verkehr 274 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 153 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 927. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 6 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 62 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 140 ha, davon waren ca. 120 ha Weinberge.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2006):

  • Kindergärten mit Kinderkrippe: 125 Kindergartenplätze mit 108 Kindern
  • Volksschule Eibelstadt (Grundschule)

Vereine[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Gastronomie[Bearbeiten]

Hotels[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Redelberger: Stein, Main und Wein : zur Geschichte eines fränkischen Weinortes. Heimatverein Eibelstadt, 1994 - 112 S.
  • Georg Hures: Bildstöcke, Freifiguren und Flurdenkmäler - Ein Gang durch die Eibelstadter Gemarkung. Heimatverein Eibelstadt e.V. 1996 (Stadtbücherei Würzburg Drl 2 Hur)
  • Festschrift zur Segnung der Drei-Feld-Sporthalle, Stadt Eibelstadt 2007 - 18 S.
  • Franz Schicklberger: Wappen und Siegel der Stadt Eibelstadt, Stadt Eibelstadt 2008 - 56 S.
  • Werner Krieger: Eibelstadt. Frankenschön Printmarketing Krieger, Würzburg 2010 - 82 S.

Weblinks[Bearbeiten]

Dieser Artikel basiert zum Teil auf dem Artikel Eibelstadt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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